Willkommen beim NABU Markgröningen


 

Natur erhalten,

Ressourcen schützen

- mit Begeisterung für die Natur

Die NABU Ortsgruppe Markgröningen möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. Erfahren Sie mehr über uns!


Aktuelles


Endlich können wir uns wieder treffen und Führungen durchführen! Der Jahresplan für 2022 steht.

Eine Übersicht über sämtliche Termine finden Sie unter  hier.


Zähl mit: Die Stunde der Gartenvögel

Die große Vogelzählung vom 13.-15.Mai

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber*innen aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. Der NABU ruft gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der NAJU zur 18. „Stunde der Gartenvögel“ auf.

Das Frühjahr hat sich als gute Zeit zur Beobachtung erwiesen. Die Zugvögel sind aus ihren Winterquartieren zurück und sind in unseren Gärten auf Nahrungs- und Partnersuche. 

Der Beobachtungszeitraum umfasst drei Tage; dieses Jahr wird gezählt vom 13.-15. Mai; bis zum 23. Mai dürfen Meldungen noch nachgereicht werden. 

Zählen Sie eine Stunde lang Vögel – egal ob im Garten, vom Balkon aus, oder im benachbarten Park. Notieren Sie die höchste Anzahl von jeder Art, die Sie gleichzeitig sehen. So werden Vögel, die wegflattern und wiederkommen, nicht doppelt gezählt.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 


Wanderung der Feuersalamander im Glemstal

Feuersalamander

Mit den steigenden Temperaturen im Frühjahr gehen Kröten, Frösche und Salamander wieder auf Wanderschaft bzw. auf Hochzeitsreise.

Im unteren Glemstal gibt es eines der größten Vorkommen im Kreis Ludwigsburg für den insgesamt seltenen Feuersalamander. Feuersalamander gehen bevorzugt im Dunklen und bei feuchtem Wetter auf Wanderschaft. Zum Schutz dieser Feuersalamander-Population wird zu den Nachtstunden die Straße im Glemstal nach Talhausen (gemäß Anordnung des Landratsamtes) gesperrt. Wir bitten darum diese nächtliche Straßensperrung zu beachten und bei feuchtem Wetter auch tagsüber sehr langsam zu fahren (auch auf den Umleitungstrecken). Nur bei langsamer Fahrweise besteht eine Chance, einen Feuersalamander im Scheinwerfer- oder bei Tageslicht zu sehen und auszuweichen. (Bei Blendung durch die Scheinwerfer verharren die Salamander auf der Straße.)  

 

Der NABU sucht für das Team der ehrenamtlichen Streckenbetreuer noch Verstärkung. Jeden Morgen vor Ende der Sperrung (voraussichtlich bis Mai) kontrollieren die ehrenamtlichen Streckenbetreuer die Strecke und nehmen noch zurückgebliebene Salamander von der Straße. Nebenbei werden die vorgefundenen Salamander gezählt. 

 Wenn Sie Interesse haben sich hier ehrenamtlich zu engagieren nehmen bitte mit dem NABU-Sprecher Helmut Schäfer Kontakt auf . Gerne können Sie auch einen Streckenbetreuer einfach mal begleiten.  Es ist auch ein besonderes Naturerlebnis zu dieser frühen Zeit den Weg durchs Glemstal zu nehmen. 

 

Niemand hat Interesse, überfahrene Salamander zu finden.

 

Der NABU bedankt sich bei den ehrenamtlichen Streckenbetreuern und bei allen, die auf die Feuersalamander Rücksicht nehmen. 


Rückblick auf die botanische und vogelkundliche Wanderung im Siegental Sonntag den 3. April

 Die Wanderung startete mit insgesamt 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern - erfreulicherweise waren mehrere Familien mit ihren Kindern dabei.

Unser Ornithologe, Ronald Meinert, führte die Gruppe sachkundig durch die Fluren am Frauenweg, über den Roll und zu den Heiden im Siegental. Neben den vielen Vogelbeobachtungen hatten wir das Glück, sowohl verblühte (Samenstände) als auch noch blühende Küchenschellen zu sehen. Diese Art ist selten geworden auf unserer Flur. Auch die Blattstände der sich entwickelnden Bocksriemenzunge, eine Wildorchidee, die im Mai blüht, waren deutlich zu erkennen. 

An Vogelarten waren zu sehen: drei Reviere von Rotmilanen, Rabenkrähen auf Futtersuche, Feldlerchen am Himmel und auf dem Boden, Turmfalken auf ihren Ansitzen, ein kleiner Starenschwarm auf Durchzug, Sperlinge und Meisen in den Hecken, Buchfinken beim Rasten und beim Baden in einer Pfütze, Grünspechte auf Partnersuche, Wiesenpieper, einen Schwarzmilan in großer Höhe, Hohltauben auf Futtersuche auf den Feldern, eine Heckenbraunelle im Kirschbaum und Goldammern im Überflug. Gehört haben wir außerdem: Amsel, Singdrossel, Kleiber, Elster und Mönchsgrasmücke sowie den Buntspecht beim Hämmern im Muckenschupf. 

Insgesamt war es eine sehr interessante Führung mit vielen Beobachtungen und Schilderungen zum Verhalten der Vögel, zur Partnersuche im Frühjahr, zur Jungenaufzucht im Sommer, zum Flüggewerden einzelner Arten und wie die Eltern ihre Jungen aus dem Nest befördern. Das Ganze gespickt mit Anekdoten und eigenen Erlebnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit einem Schmunzeln lässt sich feststellen: So manche Parallelen vom Tierreich zu den Menschen scheint es doch wohl zu geben!?  

Küchenschelle                                                                                            Bocksriemenzunge

Fotos: Helmut Schäfer


Rückblick auf die botanische und vogelkundliche Morgenwanderung im Leudelsbachtal am 27. März 2022

Bei wenigen Plusgraden und völlig klarem Himmel startete die Wanderung zum Rotenacker Wald. Bei der gefiederten Welt gab es ein Stelldichein von klein bis groß. So haben wir den kleinsten Vogel unser Heimat - das Sommergoldhähnchen - und den drittkleinsten - den Zaunkönig – gesehen. Neben den häufigen Kohl- und Blaumeisen konnte auch ein seltenes Schwanzmeisen-Paar beobachtet werden. Ein vorbeifliegender Sperber löste spontan überall Warnrufe aus. Bei dem größten Greifvogel unserer Heimat - dem Rotmilan - konnte ein Pärchen bei der Instandsetzung ihres Horstes sowie bei der Paarung beobachtet werden. Ein anderer sehr seltener Greifvogel hat alle Mitwanderer überrascht – eine männliche Kornweihe auf dem Vogelzug nach Norden. Von den Kornweihen gibt es in Deutschland mutmaßlich nur ca. 50 Brutpaare. Bei bereits angenehmen Temperaturen ging des am Vormittag schließlich durch das Glemstal zurück zum Ausgangspunkt.  

 

Rotmilan, Foto: Olaf Titko


Gemeinsamer Obstbaum-Schnittkurs von NABU und OWG Markgröningen

Am Freitagnachmittag, 18. Feb. fand im Gewann Hosenberg ein Obstbaum-Schnittkurs mit ca. 30 Teilnehmern statt. Der Kurs war eine gemeinschaftliche Aktion vom NABU und OWG Markgröningen.  Der Schnittkurs wurde von Fachwart*innen der Fachwartvereinigung Ludwigsburg e.V. Helga Österreicher-Lutz, Patricia Nowack und Roland Uhl geleitet.

Ziel des Kurses war es interessierten Laien Wissen über den Schnitt von Obstbäumen anschaulich zu vermitteln. Im Hintergrund steht auch die Erkenntnis, dass sich die zahlreichen Streuobstwiesen in unserer Kulturlandschaft nur mit vielen Händen mit Idealismus und Hobbyaktivtäten erhalten lassen. Dazu sollen auch gezielt Neulinge angesprochen werden. Es kann auch als Entspannung von beruflicher Belastung genutzt werden. Nach einer theoretischen Einführung in den Erziehungsschnitt von jüngeren Streuobstbäumen und in den Erhaltungsschnitt an Altbäumen ging es zur praktischen Umsetzung. 

Wegen der Corona Situation wurde auf jede Form von Vesper verzichtet. Zusätzlich sorgte der herannahende Sturm bei grundsätzlich angenehmen Temperaturen für übertrieben viel Frischluft. 


Freischneideaktion der Alten Römerstraße an der Brennerin

Am Samstag, den  29. Januar trafen sich einige Aktive des NABU zu einer Freischneideaktion an der alten Römerstraße an der Brennerin. Die Bezeichnung alleine ist ein Hinweis auf das mutmaßliche Alter dieses uralten Hohlweges. Dieser Weg hat mit der Flurbereinigung vor ca. 20 Jahren seine Bedeutung für landwirtschaftliche Fahrzeuge verloren. Mit dieser weitgehenden Aufgabe der ursprünglichen Nutzung ging auch Stück für Stück die für diese Kulturlandschaft typische Pflanzengemeinschaft zurück. Das Ziel der Freischneideaktion war und ist es, wieder Raum für diese typische Pflanzengemeinschaft zu gewinnen. Im ersten Schritt wurde ein Drittel des Hohlweges bearbeitet. Damit die Wildtiere sich auf die Situation einstellen können, wird ein weiterer Abschnitt des Weges erst im nächsten Herbst/Winter freigeschnitten.

 

Die Arbeit erfolgte in Kooperation mit der Stadt Markgröningen, der Unteren Naturschutzbehörde und wäre ohne den Einsatz professioneller Maschinen unserer beteiligten Landwirte nicht möglich gewesen.

 

Zur Stärkung gab´s wie immer ein Vesper.



Weitere geplante Aktionen für 2022

> Teiche leerräumen und putzen

> verbuschte und hochgewachsene  Gehölze frei schneiden

> an unseren Trockenmauern weiter arbeiten

> Nistkästen reinigen

 

 Wer Lust und Zeit hat, kann sich gerne über unsere Homepage/Ansprechpartner oder unter der Tel.-Nr.  07145 – 7614 melden. 


NAJU Gruppe Markgröningen

Ein Interview mit Theo von der NAJU-Gruppe Markgröningen finden Sie hier.


Hundehaare gefährden Jungvögel

Bereits im letzten Jahr hat eine Studie aus den Niederlanden erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Jungvögeln und Hundehaaren gibt. Bei der Untersuchung von toten Jungvögeln haben die Forscher in ihnen hohe Konzentrationen von Antiparasitika entdeckt. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die Hunde gegen Zecken und Flöhe schützen sollen (Fipronil bzw. Imidacloprid). Die Forscher gehen davon aus, dass die Elternvögel Haare von Hunden als Nistmaterial verwendet haben, die mit Antiparasitika behandelt wurden. Dies wurde durch Haarproben aus Vogelnestern bestätigt, die die gleichen Schadstoffe wie in toten Nestlingen aufwiesen. Daraus wurde geschlossen, dass Nestlinge diese Substanzen über die ungefiederte Haut aufnehmen.

Foto: Dr. Christina Jehle

Wie kann man die Jungvögel schützen? 

Wenn Hundehalter ihre Hunde mit Antiparasitika behandeln, sollten Sie deren ausgebürstete Haare nicht für Vögel zugänglich im Freien entsorgen, sondern im Hausmüll. Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass die belasteten Hundehaare als Nistmaterial verwendet und Jungvögel dadurch geschädigt werden.

 

Vielen Dank an unseren ortsansässigen Jäger, Manfred Decker, der uns auf diese Information aus der Jagdzeitschrift hingewiesen hat.