Willkommen beim NABU Markgröningen


 

Natur erhalten,

Ressourcen schützen

- mit Begeisterung für die Natur

Die NABU Ortsgruppe Markgröningen möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. Erfahren Sie mehr über uns!


Aktuelles


Sie wollen uns mal kennenlernen?

NABU Markgröningen auf dem Marktplatz am 06. August

Samstag, den 06.08.2022 ab 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr 

 

Die  NABU-Gruppe Markgröningen wird am Samstag, 06.08. einen Stand auf dem Marktplatz betreiben, an dem Sie sich über unsere verschiedenen Aktivitäten informieren können:

- Der NABU-Insektensommer (Zählaktion)

- Wildbienen-Nisthilfen für 2023 planen

- Wildblumensamen für Ihre Wiese im kommenden Jahr bestellen

- Erläuterungen zu den Silphie-Feldern (wie kleine Sonnenblumen, s. Fotos unten), die Sie sicher schon auf unserer

  Gemarkung gesehen haben

- Nisthilfen für Vögel als Schlafplätze für überwinternde Singvögel aufhängen

- Fledermauskästen für 2023 vorbestellen

- Infos über unsere Schul-Projekte mit Markgröninger Schulen

 

- Infos über unsere Aktivitäten und Termine 2022 und 2023 und vieles mehr...

 

Schauen Sie sich an, wie vielfältig wir hier in Markgröningen und Unterriexingen unterwegs sind. 

 

Silphie

Zähl mit: NABU Insektensommer

Vom 5.-14. August geht es in die nächste Runde und alle sind eingeladen, eine Stunde lang Insekten zu zählen.

Insekten? Oh je- da kenne ich mich gar nicht aus....

 

Kein Problem! Auf der Internetseite des NABU Bund finden Sie tolle Bestimmungs- und Zähl-Hilfen, so dass auch Anfängerinnen und Anfänger gut teilnehmen können. 

Alle weitergehenden Informationen finden Sie hier.

 

Mit der Mitmachaktion Insektensommer möchte der NABU mehrere Ziele erreichen. Die Welt der Insekten ist vielen Menschen ein Rätsel  und findet noch relativ wenig Beachtung, dabei sind Insekten enorm wichtig für uns Menschen und die Natur. Denn fast alle Pflanzen werden von Insekten bestäubt und für viele Tiere sind sie eine unersetzliche Nahrungsquelle. Mit dem Insektensommer erkunden wir nun die Artenvielfalt der Sechsbeiner und ihre geografische Verteilung. Auf diese Weise wird nicht nur für die Insekten und ihr Leben sensibilisiert, sondern zeitgleich werden mit der Zählaktion auch wichtige Daten erhoben.

 


Er ist wieder da!

10 Jahre lang war der Wiedehopf auf Markgröninger Markung nicht mehr gesehen worden. Er gehört auf der roten Liste zu den bedrohten Vogelarten. Und genau in diesem Jahr, wo der Wiedehopf zum Vogel des Jahres gekürt wurde, ist er zurückgekommen. Inzwischen gibt es mehrere Meldungen, dass dieser besondere Vogel bei uns gesichtet wurde.

Nun hoffen wir, dass er sich wieder bei uns ansiedelt. 

Was können wir dafür tun? Auf dem Speiseplan dieses auffälligen Vogel stehen vor allem größere Insekten und deren Larven. Er frisst gerne Käfer, Maulwurfsgrillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Auch Regenwürmer, Spinnen und kleine Eidechsen lässt er sich hin und wieder schmecken.

Deswegen sind alle Maßnahmen förderlich, die die Lebensräume dieser Tiere schützen: 

die Pflege von Trockenhängen, Streuobstwiesen, extensiven, ungedüngten Weiden und  natürlich der Verzicht auf Insektizide.

Für die Nachwuchspflege braucht der Wiedehopf Höhlenbäume im offenen Land, auch wenn diese schon abgestorben sind, und Steinmauern. Auch Nistkästen werden gerne zur Brut angenommen.

 

Die NABU Ortsgruppe Markgröningen setzt sich mit ihren Aktivitäten seit vielen Jahren für die Förderung dieser Lebensgrundlagen ein und wir freuen uns deshalb ganz besonders, wenn wir sichtbar etwas zum Artenschutz beitragen können.

 


Ergebnis der diesjährigen Amphibienkontrollen im Glemstal

Die Rückmeldungen unserer morgendlichen Streckengänger waren dieses Jahr sehr ernüchternd. In der Zeit zwischen dem 01. März und dem 31. Mai waren wir morgens von 05 Uhr bis 06 Uhr vom Abzweig Vaihinger Straße bis nach Talhausen, den Bergweg hinauf, zur Kläranlage runter und den Schlüsselberg hoch auf Tour. Das Ziel dieser Aktion ist es, lebende Tiere auf ihrem nächtlichen Gang von den Gewässern zurück in die Tagesverstecke sicher über die Straße zu begleiten, bevor die Schranken geöffnet werden und der morgendliche Geschäftsverkehr einsetzt.

Auf der Strecke vom Abzweig Vaihinger Straße bis zur Unteren Mühle (nach dem Sportplatz) konnten wir – im Gegensatz zu früheren Jahren - dieses Jahr keinerlei Tiere sichten. Erst zwischen der Unteren Mühle und der ersten Brücke am Kühlen Brünnele fanden wir eine Kröte und einen Feuersalamander. In den Laichgewässern des Kühlen Brünnele selbst waren 17 Salamander und viele Larven zu sehen. Die hatten es geschafft, im Schutz der Straßensperrung unbeschadet in die Laichgewässer zu kommen. Vielleicht auch deshalb, weil die Stadt vor Jahren die hohen Randsteine abschrägen ließ, damit die Tiere nicht von unüberwindbaren Hürden ausgebremst werden. Zwischen der ersten und zweiten Brücke waren ein Salamander und im weiteren Verlauf bis zur Papiermühle weitere drei „Lurchies“ auf der Straße. Auf dem nächsten Abschnitt von der Papiermühle bis nach Talhausen fanden wir weitere vier Salamander. Den Schlüsselberg hoch konnten wir einen Salamander retten. „Retten“ deshalb, weil wir auf diesem Streckenabschnitt leider sieben tote Tiere (überfahren) protokollieren mussten. Von Talhausen bis zur Kläranlage waren es noch vier weitere lebende Salamander.

 

Unsere diesjährige Gesamtbilanz auf den Straßen und Wegen im Glemstal:

15 lebende Salamander und 1 lebende Kröte, plus  17 Salamander im Kühlen Brünnele

8 tote Salamander und 1 tote Kröte

 

Leider teilen uns immer wieder Bürger:innen mit, dass auf weiteren Straßen und Wegen in Markgröningen/ Unterriexingen überfahrene Salamander gesichtet werden. So im Klingengraben, vom Raiserhaus zur Schnellbahntrasse hoch, von den Scherwiesen runter zum Steinbruch, bei den Spitalwiesen und im Rotenacker Wald, um nur einige zu nennen.

 

Deshalb unsere dringende Bitte:

 

Fahren Sie zwischen Februar und Mai vorsichtig und achten Sie auf die unter strengem Naturschutz stehenden Amphibien. Noch haben wir sie – doch bald können auch die weg sein.

 

Ihr NABU Markgröningen


Schulprojekt

Im Rahmen eines Projektes an der Glemstal-Grundschule in Unterriexingen hat der NABU die Schüler und Schülerinnen der mit Klasse 2 bei dem Bau von Nisthilfen unterstützt. Nach der ersten Pause ging es in kleinen Gruppen mit großem Eifer an den Bau von Nistkästen aus Holz. Demnächst werden diese in unmittelbarer Nähe zur Schule aufhängt. 

Bei unseren wildlebenden Vögeln sind in diesem Jahr die meisten Eier bereits ausgebrütet. Möglicherweise gibt es noch eine dritte Brut in einem der Nistkästen. Als Schlafplätze werden solche Nistkästen beispielsweise bei Meisen auch gerne benutzt. Im kommenden Jahr sind mehrere Bruten in den Nistkästen zu erwarten.      

Der NABU bedankt sich bei allen Mitwirkenden zu diesem Projekt.


Vorsicht Jungtiere!!

Zur Zeit gibt es überall Nachwuchs in der Natur. Bitte nehmen Sie zum Schutz der Jungvögel und anderer Tierbabies Ihre  Hunde an die Leine!


Was tun, wenn jemand Tierbabies findet?

Wer Jungvögel oder Tier-Babies findet, sollte sich zuerst vergewissern, ob nicht doch die Eltern der Jungtiere in der näheren Umgebung sind. Dazu sollte man die Tiere an Ort und Stelle belassen und die Situation eine Weile (ca. 30 Minuten) aus einer gewissen Distanz beobachten. Unter Umständen ein paar Stunden später wieder kommen und nachschauen, ob die Jungtiere noch da sind und ob sie nach den Eltern rufen. Meist sind die Eltern in der Nähe und beobachten die Situation ebenfalls. Altvögel z. B. füttern ihre Jungen auch noch, wenn sie aus dem Nest gefallen sind. - Erst wenn man sich sicher ist, dass die Jungtiere keine Hilfe mehr zu erwarten haben, können Sie die Jungtiere vorsichtig mit Handschuhen aufnehmen und in einem Karton mit Luftlöchern zum Tierheim bringen. Als Erstversorgung kann man den Tieren zunächst etwas Wasser geben – entweder in einem Gefäß (oder in einem umgedrehten Gurken- oder Marmeladeglasdeckel) oder das Wasser einfach über den Finger in den Mund tropfen lassen. 

 

Tierheim Ludwigsburg

Kugelberg 20 (von Hoheneck nach Freiberg – links abbiegen)

 

Tel. 07141 – 6434684 oder 07141 – 250410

oder per Notruf 0180 5009754

 


Rückblick auf die botanische und vogelkundliche Wanderung im Siegental Sonntag den 3. April

 Die Wanderung startete mit insgesamt 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern - erfreulicherweise waren mehrere Familien mit ihren Kindern dabei.

Unser Ornithologe, Ronald Meinert, führte die Gruppe sachkundig durch die Fluren am Frauenweg, über den Roll und zu den Heiden im Siegental. Neben den vielen Vogelbeobachtungen hatten wir das Glück, sowohl verblühte (Samenstände) als auch noch blühende Küchenschellen zu sehen. Diese Art ist selten geworden auf unserer Flur. Auch die Blattstände der sich entwickelnden Bocksriemenzunge, eine Wildorchidee, die im Mai blüht, waren deutlich zu erkennen. 

An Vogelarten waren zu sehen: drei Reviere von Rotmilanen, Rabenkrähen auf Futtersuche, Feldlerchen am Himmel und auf dem Boden, Turmfalken auf ihren Ansitzen, ein kleiner Starenschwarm auf Durchzug, Sperlinge und Meisen in den Hecken, Buchfinken beim Rasten und beim Baden in einer Pfütze, Grünspechte auf Partnersuche, Wiesenpieper, einen Schwarzmilan in großer Höhe, Hohltauben auf Futtersuche auf den Feldern, eine Heckenbraunelle im Kirschbaum und Goldammern im Überflug. Gehört haben wir außerdem: Amsel, Singdrossel, Kleiber, Elster und Mönchsgrasmücke sowie den Buntspecht beim Hämmern im Muckenschupf. 

Insgesamt war es eine sehr interessante Führung mit vielen Beobachtungen und Schilderungen zum Verhalten der Vögel, zur Partnersuche im Frühjahr, zur Jungenaufzucht im Sommer, zum Flüggewerden einzelner Arten und wie die Eltern ihre Jungen aus dem Nest befördern. Das Ganze gespickt mit Anekdoten und eigenen Erlebnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit einem Schmunzeln lässt sich feststellen: So manche Parallelen vom Tierreich zu den Menschen scheint es doch wohl zu geben!?  

Küchenschelle                                                                                            Bocksriemenzunge

Fotos: Helmut Schäfer


Rückblick auf die botanische und vogelkundliche Morgenwanderung im Leudelsbachtal am 27. März 2022

Bei wenigen Plusgraden und völlig klarem Himmel startete die Wanderung zum Rotenacker Wald. Bei der gefiederten Welt gab es ein Stelldichein von klein bis groß. So haben wir den kleinsten Vogel unser Heimat - das Sommergoldhähnchen - und den drittkleinsten - den Zaunkönig – gesehen. Neben den häufigen Kohl- und Blaumeisen konnte auch ein seltenes Schwanzmeisen-Paar beobachtet werden. Ein vorbeifliegender Sperber löste spontan überall Warnrufe aus. Bei dem größten Greifvogel unserer Heimat - dem Rotmilan - konnte ein Pärchen bei der Instandsetzung ihres Horstes sowie bei der Paarung beobachtet werden. Ein anderer sehr seltener Greifvogel hat alle Mitwanderer überrascht – eine männliche Kornweihe auf dem Vogelzug nach Norden. Von den Kornweihen gibt es in Deutschland mutmaßlich nur ca. 50 Brutpaare. Bei bereits angenehmen Temperaturen ging des am Vormittag schließlich durch das Glemstal zurück zum Ausgangspunkt.  

 

Rotmilan, Foto: Olaf Titko


Gemeinsamer Obstbaum-Schnittkurs von NABU und OWG Markgröningen

Am Freitagnachmittag, 18. Feb. fand im Gewann Hosenberg ein Obstbaum-Schnittkurs mit ca. 30 Teilnehmern statt. Der Kurs war eine gemeinschaftliche Aktion vom NABU und OWG Markgröningen.  Der Schnittkurs wurde von Fachwart*innen der Fachwartvereinigung Ludwigsburg e.V. Helga Österreicher-Lutz, Patricia Nowack und Roland Uhl geleitet.

Ziel des Kurses war es interessierten Laien Wissen über den Schnitt von Obstbäumen anschaulich zu vermitteln. Im Hintergrund steht auch die Erkenntnis, dass sich die zahlreichen Streuobstwiesen in unserer Kulturlandschaft nur mit vielen Händen mit Idealismus und Hobbyaktivtäten erhalten lassen. Dazu sollen auch gezielt Neulinge angesprochen werden. Es kann auch als Entspannung von beruflicher Belastung genutzt werden. Nach einer theoretischen Einführung in den Erziehungsschnitt von jüngeren Streuobstbäumen und in den Erhaltungsschnitt an Altbäumen ging es zur praktischen Umsetzung. 

Wegen der Corona Situation wurde auf jede Form von Vesper verzichtet. Zusätzlich sorgte der herannahende Sturm bei grundsätzlich angenehmen Temperaturen für übertrieben viel Frischluft. 


Freischneideaktion der Alten Römerstraße an der Brennerin

Am Samstag, den  29. Januar trafen sich einige Aktive des NABU zu einer Freischneideaktion an der alten Römerstraße an der Brennerin. Die Bezeichnung alleine ist ein Hinweis auf das mutmaßliche Alter dieses uralten Hohlweges. Dieser Weg hat mit der Flurbereinigung vor ca. 20 Jahren seine Bedeutung für landwirtschaftliche Fahrzeuge verloren. Mit dieser weitgehenden Aufgabe der ursprünglichen Nutzung ging auch Stück für Stück die für diese Kulturlandschaft typische Pflanzengemeinschaft zurück. Das Ziel der Freischneideaktion war und ist es, wieder Raum für diese typische Pflanzengemeinschaft zu gewinnen. Im ersten Schritt wurde ein Drittel des Hohlweges bearbeitet. Damit die Wildtiere sich auf die Situation einstellen können, wird ein weiterer Abschnitt des Weges erst im nächsten Herbst/Winter freigeschnitten.

 

Die Arbeit erfolgte in Kooperation mit der Stadt Markgröningen, der Unteren Naturschutzbehörde und wäre ohne den Einsatz professioneller Maschinen unserer beteiligten Landwirte nicht möglich gewesen.

 

Zur Stärkung gab´s wie immer ein Vesper.



Weitere geplante Aktionen für 2022

> Teiche leerräumen und putzen

> verbuschte und hochgewachsene  Gehölze frei schneiden

> an unseren Trockenmauern weiter arbeiten

> Nistkästen reinigen

 

 Wer Lust und Zeit hat, kann sich gerne über unsere Homepage/Ansprechpartner oder unter der Tel.-Nr.  07145 – 7614 melden. 


NAJU Gruppe Markgröningen

Ein Interview mit Theo von der NAJU-Gruppe Markgröningen finden Sie hier.


Hundehaare gefährden Jungvögel

Bereits im letzten Jahr hat eine Studie aus den Niederlanden erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Jungvögeln und Hundehaaren gibt. Bei der Untersuchung von toten Jungvögeln haben die Forscher in ihnen hohe Konzentrationen von Antiparasitika entdeckt. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die Hunde gegen Zecken und Flöhe schützen sollen (Fipronil bzw. Imidacloprid). Die Forscher gehen davon aus, dass die Elternvögel Haare von Hunden als Nistmaterial verwendet haben, die mit Antiparasitika behandelt wurden. Dies wurde durch Haarproben aus Vogelnestern bestätigt, die die gleichen Schadstoffe wie in toten Nestlingen aufwiesen. Daraus wurde geschlossen, dass Nestlinge diese Substanzen über die ungefiederte Haut aufnehmen.

Foto: Dr. Christina Jehle

Wie kann man die Jungvögel schützen? 

Wenn Hundehalter ihre Hunde mit Antiparasitika behandeln, sollten Sie deren ausgebürstete Haare nicht für Vögel zugänglich im Freien entsorgen, sondern im Hausmüll. Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass die belasteten Hundehaare als Nistmaterial verwendet und Jungvögel dadurch geschädigt werden.

 

Vielen Dank an unseren ortsansässigen Jäger, Manfred Decker, der uns auf diese Information aus der Jagdzeitschrift hingewiesen hat.