Willkommen beim NABU Markgröningen


 

Natur erhalten,

Ressourcen schützen

- mit Begeisterung für die Natur

Die NABU Ortsgruppe Markgröningen möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. Erfahren Sie mehr über uns!


Aktuelles


Nistkastenreinigung, Familiennachmittag am 17.02.

Fällt leider aus!!!


Amphibienwanderung hat begonnen, bitte runter vom Gas!

Frösche, Kröten und auch die Feuersalamander, die im Landkreis Ludwigsburg eine Besonderheit sind, beginnen in diesen Wochen zu wandern von den Winterquartieren zu ihren Laichplätzen. Hauptsächlich bei feuchtem Wetter und bei Temperaturen ab 6° sind sie unterwegs. Dabei sind die ohnehin selten gewordenen Tiere extrem gefährdet, bei der Überquerung von Straßen überfahren zu werden. Wegen der vergleichsweise warmen und feuchten Witterung  sind die Amphibien dieses Jahr schon besonders früh unterwegs. Bitte fahren Sie umsichtig, auch per Fahrrad, auf den Straßen, die üblicherweise die Routen der Lurchis kreuzen: im gesamten Glemstal, Leudelsbachtal, entlang dem Enztalradweg, aber auch in der Eichholzer Klinge zum Hardt- und Schönbühlhof,  im Siegental,  im Bergtal, im Rotenacker Wald und im Bereich Taler Weg.

In der Hauptwanderzeit wird die Straße nach Talhausen morgens früh regelmäßig von ehrenamtlichen Helfern des NABU Markgröningen kontrolliert und Salamander werden von der Straße genommen. 

Wir suchen dringend weitere StreckenbetreuerInnen. 

Interessierte können sich melden bei Herrn Schäfer, Tel. 07145-7614 oder hml.schaefer@t-online.de

 


Vortrag zu Klimakrise und Artensterben am 23. Februar

Wir Menschen sind zugleich Ursache und Lösung der globalen Klimakrise und des Artensterbens. Wenn wir weitermachen wie bisher, sagen alle seriösen Wissenschaftler  für die Natur und für die Menschheit extrem bedrohliche Szenarien voraus. Trotzdem bleibt das Handeln der Menschen und der Politik völlig unzureichend. Wie können wir diesen Widerspruch verstehen, was hält uns ab, adäquat zu handeln? 

 

In seinem Vortrag gibt Gerhard D. Ruf als Psychiater und Psychotherapeut aus psychologischer Perspektive Erklärungen. Er zeigt Wege auf, wie wir Ohnmachtsgefühle überwinden können und ermutigt, das uns Mögliche zu tun.

Klimakrise und Artensterben - wie überwinden wir unsere Ohnmacht?

Dr. Gerhard Dieter Ruf

Termin:         Donnerstag, den 23.02.2024

Treffpunkt:  Katholischer Gemeindesaal im Spital 

Uhrzeit:        19:30 Uhr 

Referent: Dr. Gerhard Ruf

Ansprechpartnerin: Ulrike Preuß-Ruf


Jahreshauptversammlung am 7. März

NABU Jahreshauptversammlung 

Termin:         Donnerstag, den 07.03.2024

Treffpunkt:  Gasthaus Hermes (ehemals Krone) Nebenzimmer

Uhrzeit:        19:30 Uhr 

Ansprechpartner: Helmut Schäfer

Die Jahreshauptversammlung ist immer eine gute Gelegenheit, die Arbeit des NABU kennenzulernen, Interessierte sind herzlich eingeladen.

Einladung zur Mitgliederversammlung

Tagesordnung:

• Begrüßung 

• Feststellen der Anwesenheit und Beschlussfähigkeit

• Gedenken der verstorbenen Mitglieder

• Bericht des Sprechergremiums 

• Bericht des Vogelwarts

• Kassenbericht

• Bericht der Kassenprüfer

• Aussprache zu den Berichten und Beschlussfassung über die Annahme der Jahresrechnung

• Entlastung des Sprechergremiums und des Kassenführers

• Wahlen: Corona bedingt wurden 2023 alle Ämter für zwei Jahre neu besetzt. Somit muss 2024 nicht neu gewählt werden

• Annahme von Anträgen: Diskussion und ggf. Entscheidungen zu den Anträgen

• Verschiedenes

 

Anträge der Mitglieder müssen 7 Tage vor der Mitgliederversammlung (bis 29.02.) schriftlich bei einem der Gruppensprecher eingegangen sein.

 

Liebe Mitglieder, liebe Neumitglieder, mit Ihrer Teilnahme bekunden Sie Ihr Interesse an unserem Wirken für den Natur- und Landschaftsschutz. Auch Gäste sind bei uns herzlich willkommen.

 

Das Sprecherteam der NABU-Gruppe Markgröningen/Unterriexingen -

Helmut Schäfer, Gerhard Oettinger, Jens Wagner

 


Mikroplastik in der Natur

Abdeckplanen, Absperrbänder, Schnüre, Rankhilfen, Unkrautvlies-Planen: In der Land- und Forstwirtschaft, auf Streuobstwiesen,beim Weinanbau und auch in privaten Gärten werden viele Materialien aus Kunststoff verwendet – und dann vergessen. Mit der Zeit zersetzen sich diese Materialien durch UV-Strahlung, Temperaturschwankungen oder Reibung und werden früher oder später zu Mikroplastik. Die kleinen Partikel verbreiten sich schnell in der Natur, im Garten auf dem Feld. 

 

 

Dieser Müll "wächst" in Weinbergen.

 

 

Reste der Absperrbänder werden oft nicht mitgenommen.

 

Mikroplastik, entstanden aus den Unmengen an Plastikabfall weltweit (über 400 Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich produziert), ist längst in der Nahrungskette vieler Lebewesen angekommen und richtet großen Schaden an.

Deshalb sollten wir in unserem Umfeld achtsam sein bei der Verwendung von Kunststoffen. 

Vermeidung wäre natürlich die beste Prävention. Hier gibt es einige Alternativen: Platikschnüre und -rankhilfen lassen sich durch Naturmaterialien wie Naturgarn und Zweige ersetzen. Statt Unkrautvlies können wir natürliches Mulchmaterial verwenden wie Grasschnitt, Laub oder auch gröbere Materialien wie Holzhäcksel. Mulchen hat zudem den positiven Effekt, dass der Boden die Feuchtigkeit besser halten kann.

Wenn schon nicht auf Kunststoff verzichtet werden kann, z.B. bei Abdeckplanen, so können wir darauf achten, dass die Produkte langlebig sind, also reißfest und UV-beständig. 

 

Und schließlich, ganz besonders wichtig: Wir müssen den Plastikmüll rechtzeitig und fachgerecht, nämlich im Restmüll, entsorgen. 

 

Vielen Dank an Brigitte Walter für die eindrucksvollen Fotos!


Der Kiebitz ist der Vogel des Jahres 2024

Bedrohter Wiesenbrüter macht das Rennen

Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024. Der Überflieger ließ den Steinkauz, das Rebhuhn, die Rauchschwalbe und den Wespenbussard bei der Wahl hinter sich. Grund zur Freude hat der Wiesenbrüter aber nur bedingt: er ist stark gefährdet.

Die Zahlen sind dramatisch: Zwischen 1992 und 2016 sind die Kiebitzbestände in Deutschland um 88 Prozent zurückgegangen. Hauptgrund ist die hochintensive Landwirtschaft, die Feuchtwiesen trockenlegt und in Ackerland umwandelt oder die Bewirtschaftung nicht an die Bedürfnisse der Wiesenbrüter anpasst. Hinzu kommt neuerdings die Klimakrise: Die trockenen Phasen sorgen dafür, dass zusätzliche Flächen nicht mehr feucht gehalten werden können. 


Reparaturaktion 29.12.2023

Fit gemacht fürs neue Jahr

Es wurde gehämmert, gesägt, geschraubt, genagelt, und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

3 Nistkästen, 1 Futterhäuschen, 2 Schaufeln, 4 Holzrechen und 2 Steinkauzröhren - allesamt reparaturbedürftig - sind wieder einsatzfähig.  

Danke an die geschickten Handwerker!


Ein Dankeschön für zwei tolle Beiträge

Klaus  Rautenstrauch und Dieter  Raith, zwei Herren, die dem NABU Markgröningen wohl gesonnen sind, haben uns im Oktober dieses Jahres mit ihren Natur-Beobachtungen auf unserer Markung Markgröningen mit Wort und Bild sehr angenehm überrascht: Herr Rautenstrauch hat in den Jahren 2022 und 2023 bei seinen Wanderungen sage und schreibe 41 verschiedene „wilde Orchideenarten“ gefunden und diese protokolliert. Die Liste finden Sie hier.

Herr Raith hat in unserem NABU-Weinberg so viele Gottesanbeterinnen entdeckt wie nie zuvor (siehe Bilder).

Der NABU Markgröningen bedankt sich ganz herzlich bei beiden Herren für ihren Monitoring-Beitrag - ihre Mitarbeit bei der Kartierung seltener Arten. Dieses Ergebnis zeigt wieder einmal, dass unsere Natur in und um Markgröningen und Unterriexingen - verglichen mit anderen Regionen - noch einigermaßen intakt und deshalb weiterhin schützenswert ist.

Unsere örtliche NABU-Gruppe setzt sich das ganze Jahr über vor Ort dafür ein.

 

Nochmals vielen Dank an Herr Rautenstrauch und Herr Raith für ihre Unterstützung!

 



Hundehaare gefährden Jungvögel

Bereits im letzten Jahr hat eine Studie aus den Niederlanden erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Jungvögeln und Hundehaaren gibt. Bei der Untersuchung von toten Jungvögeln haben die Forscher in ihnen hohe Konzentrationen von Antiparasitika entdeckt. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die Hunde gegen Zecken und Flöhe schützen sollen (Fipronil bzw. Imidacloprid). Die Forscher gehen davon aus, dass die Elternvögel Haare von Hunden als Nistmaterial verwendet haben, die mit Antiparasitika behandelt wurden. Dies wurde durch Haarproben aus Vogelnestern bestätigt, die die gleichen Schadstoffe wie in toten Nestlingen aufwiesen. Daraus wurde geschlossen, dass Nestlinge diese Substanzen über die ungefiederte Haut aufnehmen.

Foto: Dr. Christina Jehle

Wie kann man die Jungvögel schützen? 

Wenn Hundehalter ihre Hunde mit Antiparasitika behandeln, sollten Sie deren ausgebürstete Haare nicht für Vögel zugänglich im Freien entsorgen, sondern im Hausmüll. Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass die belasteten Hundehaare als Nistmaterial verwendet und Jungvögel dadurch geschädigt werden.

 

Vielen Dank an unseren ortsansässigen Jäger, Manfred Decker, der uns auf diese Information aus der Jagdzeitschrift hingewiesen hat.