Willkommen beim NABU Markgröningen


 

Natur erhalten,

Ressourcen schützen

- mit Begeisterung für die Natur

Die NABU Ortsgruppe Markgröningen möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. Erfahren Sie mehr über uns!


Aktuelles


NABU Monatsrunde am 4. Juli

Termin:         Donnerstag, den 04.07.2024

Treffpunkt:  Gasthaus Hermes (ehemals Krone) Nebenzimmer

Uhrzeit:        19:30 Uhr 

Ansprechpartner: Helmut Schäfer

Die Monatsrunde ist immer eine gute Gelegenheit, die Arbeit des NABU kennenzulernen, Interessierte sind herzlich eingeladen.


Rückblick auf  den Vortrag  „Wunderwelt Moor" am 5. Juni

Am 5. Juni  hielt Frau Farina Graßmann einen spannenden Vortrag über die „Wunderwelt der Moore“ mit ihrer ganz eigenen Flora und Fauna. Weil die Pflanzen in den Mooren im Wasser nicht oder nur teilweise verrotten, wachsen diese langsam in die Höhe (ca. 1 mm pro Jahr). Deshalb sind die wenigen Moore in unserer Region meist mehrere tausend Jahre alt – oft liegt ihr Ursprung am Ende der letzten Eiszeit. Nicht verrottende Pflanzenteile entziehen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre.  Wegen dieser Funktion als CO2 -Speicher sind Moore extrem wichtig für unser Klima.

Hochmoore beziehen ihr Wasser ausschließlich aus Regenwasser und sind damit sehr nährstoffarm, was zu spezialisierten Pflanzengesellschaften führt. Typisch sind dabei Torfmoose oder Wollgras, es gibt auch Besonderheiten wie fleischfressende Pflanzen,  z.B. den Sonnentau. 

Wegen der Trockenlegung und des Torfabbaus in vielen Mooren seit Jahrhunderten ist im Sinne von Klimaerwärmung und Artensterben viel Schaden angerichtet worden. Deshalb hat Frau Graßmann die Aspekte der Moorerhaltung und Renaturierung ausführlich behandelt. Hier gibt es noch viel zu tun, wenn wir Moore als Lebensraum und Kohlenstoffspeicher wiederherstellen und bewahren wollen. 


Rückblick: Vortragsabend zum Thema Mauersegler am 24. April

Norwin Hilker hatte dem interessierten Publikum viel zu berichten bei seinem Vortrag im katholischen Gemeindesaal. 

Die Mauersegler sind Zugvögel. Sie kommen mit den warmen Mittelmeerwinden ab Anfang/Mitte Mai in unsere Breiten Sie zählen nicht zu den Singvögeln und sind nicht mit den Schwalben verwandt, sondern bilden eine eigene Familie der Segler. Ihr Leben vergeht wahrlich im Flug, denn diese Flugkünstler verbringen die meiste Zeit Ihres Lebens in der Luft! Nur etwa zwei Monate des Jahres sind sie für die Brut im Nest, gerne in Städten und Dörfern unter Dächern, in Mauerlöchern oder Nisthilfen in den von überwiegend mittelalterlicher Bausubstanz geprägten Ortschaften und Gehöften – wie sie ja in Markgröningen noch vorhanden sind. Sie bleiben nur über die Zeit der Paarung, Brut und Jungenaufzucht und verabschieden sich im Juli/August wieder gen Süden. 

Nach dem Vortrag hatten die Zuhörerinnen den Eindruck, wirklich alles erfahren zu haben, was es über diese Vögel zu wissen gibt. Vielen Dank für den fachkundigen, umfassenden Vortrag.

Die Veranstaltung nahm die NABU-Gruppe Markgröningen zum Anlass, einen großen Vogelkenner und langjähriges Mitglied zu ehren: NABU-Sprecher Helmut Schäfer überreichte die Urkunde und Treuenadel des NABU für 70-jährige Mitgliedschaft an Ernst Seitz. Dieser hat lange Jahre mit seinen fundierten Kenntnissen Führungen durch die Markgröninger Natur angeboten und weiß heute noch  viele spannende Geschichtne zu erzählen über Erfahrungen und Erlebnisse - mit Mauerseglern und anderen Tieren.


Rückblick auf die vogelkundliche Wanderung am 24. März

Am letzten Sonntag trafen sich 7 TeilnehmerInnen für eine vogelkundliche Wanderung im Leudelsbachtal und Rotenackerwald mit Ronald Meinert. Bei guter Witterung konnten innerhalb von drei Stunden einige Vogelarten beobachtet werden. Zunächst wurden am Treffpunkt „Tammer See“ häufige Vogelarten wie Zilpzalp, Singdrossel, Rotkehlchen und Zaunkönig gehört. Der kleinste Vogel Europas, das Sommergoldhähnchen, flog über den Parkplatz. Vor dem nächsten Stopp konnten mindestens drei rastende Rotdrosseln im Fernrohr gesehen werden.

Kurz nach der Kläranlage wurden eine Schwanzmeise, mehrere Eichelhäher, Mittel- und Grauspecht, sowie ein Gänsesägermännchen auf der Suche nach einem Brutplatz beobachtet.

Im Remminger Tal wurde das altbekannte Rotmilanpaar festgestellt. Im Rotenackerwald sangen zwei Misteldrosseln und ein größerer Wacholderdrosseltrupp wurde beobachtet. Am Ostrand des Rotenackerwaldes sahen wir viele Stare sowie einen Grünspecht. Bei zunehmendem Wind hörten wir am Ende der Führung auf dem Flohberg noch einen singenden Grünfink.


Rückblick auf die botanische Wanderung am 23. März

Wie angekündigt war das Wetter wechselhaft und teils ungemütlich. Trotzdem fand sich eine interessierte Gruppe zur Führung durch das Siegental mit Ulrike Preuß-Ruf ein. Hier gibt es Weiden mit Magerrasen, die als Naturdenkmal geschützt sind, da sie Lebensraum sind für einige bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Eine dieser Arten ist die Küchenschelle, die mit ihren blauen glockenförmigen Blüten reichlich Nahrung für Hummeln und Wildbienen bietet. Der Klimawandel hat zu einem starken Rückgang dieser Art in den letzten Jahren geführt. Durch die feuchte Witterung der letzten Monate hat sich der Bestand aber etwas erholt und die Teilnehmenden konnten viele Exemplare in voller Blüte bewundern. 

Auch sonst gab es viel zu sehen. Bei manchen Pflänzchen musste man aber sehr genau hinschauen, denn einige der „Hungerkünstler“, die auf dem mageren Boden überleben können, sind winzig klein, wie etwa das Frühlings-Hungerblümchen mit seinen kleinen weißen Kreuzblüten, das leuchtend gelb blühende Frühlings-Fingerkraut oder die Frühlings-Segge. Die Namen verraten, dass diese Pflanzen früh dran sein müssen mit Blüte und Samenbildung, weil sie später von den Nachbarn überwachsen werden und zu wenig Licht abbekommen würden für ihre Entwicklung. 


Rückblick: Erfreulich viele freiwillige Helferinnen und Helfer bei der Markungsputzete am 9. März!

 

 

 

Am letzten Samstag fand bei strahlendem Sonnenschein wieder einmal eine Markungsputzete in Markgröningen statt. Die Abteilung Naturschutz und Landschaftspflege der Stadt, der Städtische Bauhof, der NABU und der BUND organisierten die Putzete zusammen mit dem Landwirtschaftlichen Ortsverein. Die naturverbundenen Markgröninger Vereine und die ganze Bürgerschaft waren eingeladen, an der Aktion mitzuwirken.

 

 

- Und es kamen viele freiwillige Helferinnen und Helfer. Mehr als gedacht. Da musste schnell gehandelt und Verpflegung nachbestellt werden. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Erwachsene mit ihren Kindern teilnahmen.

 

 

 

So konnten Helmut Schäfer (NABU), Marcel Hendrich (Stadt) und Peter Fendrich (BUND) sechs größere Gruppen auf die sechs ausgesuchten Sammel-Strecken schicken.

Peter Fendrich (links) und Helmut Schäfer (rechts) 

 

Tonnenweise Müll und Wertstoffe gesammelt.

Zwischen 09:45 und 12:30 Uhr sammelten die Gruppen entlang der Ausfallstraßen, der Flusstäler und auf den Feldwegen den Müll mit ihren Greifzangen und füllten die blauen und schwarzen Müllsäcke. Größere und schwerere Teile wurden aus den Gräben gezogen und am Wegesrand abgelegt. Die von Herrn Schwarz eingeteilten Landwirte fuhren anschließend die Strecken mit ihren Schleppern ab und brachten das Sammelgut zum Sammelplatz. Und es kam tonnenweise Müll zusammen, der am Montag von Mitarbeitern des Städtischen Bauhofs nach Horrheim auf die Deponie gefahren wurde.

 

Nach getaner Arbeit hatten sich die vielen Freiwilligen – es dürften so um die 75 Erwachsene und Kinder gewesen sein - ein Vesper verdient, die von den Markgröninger Landfrauen ausgegeben wurde. Bei Speis und Trank wurden die Erfahrungen

ausgetauscht und geschildert, was so alles gefunden wurde. Von Flaschen, Dosen, Papier- und Plastiktüten noch und noch, über Metallgestänge, Gartentore mit Zaun, Autoreifen mit und ohne Felgen, Autobatterien, blaue Wasserfässer und blaue Roll-Container war alles Mögliche dabei, auch Möbel. Sogar ein fast geschredderter 5-Euro-Schein wurde gefunden, der bei der Bank in einen neuen eingetauscht werden kann.

 

Wie zu hören war, hat die Aktion allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Und das lässt hoffen, dass im nächsten Jahr die andere Hälfte der Markung abgesammelt werden kann. Da es die erste Aktion seit längerem war, konnte nur ungefähr die Hälfte unserer ca. 2.850 ha großen Markungsfläche bewältigt werden. Die Organisatoren und die Mitarbeiter der Stadt, vertreten durch unseren Bürgermeister, Herrn Hübner, der mit seiner ganzen Familie dabei war, sagen

 

GANZ HERZLICHEN DANK AN ALLE BETEILIGTEN !!!

 

Viele freiwillige Bürgerinnen und Bürger - teilweise mit ihren Kindern - die Gruppen des NABU, BUND, AGD, OWG, des Deutschen Roten Kreuzes, des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, der Landfrauen Markgröningen, des Schwäbischen Albvereins, der Jagdgenossenschaft, des Angelvereins und des Vereins der Hundefreunde unterstützten die Aktion. Ein ganz besonderer Dank geht an den Leiter des Städtischen Bauhofs, Herrn Deffner, und seinen Mitarbeiter, Herrn Tamburino, ohne die die Aktion nicht so reibungslos hätte umgesetzt werden können und nicht so erfolgreich abgelaufen wäre.

 

- Zum Schluss die dringende Bitte an Alle: „Werfen Sie Ihren Müll nicht einfach in die Landschaft! Die Natur (Boden, Wasser, Luft) leidet darunter. Tiere und Pflanzen können sich nicht wehren!“ -

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel zu "Mikroplastik in der Natur" weiter unten auf dieser Seite.


Bericht zum Vortrag zu Klimakrise und Artensterben am 23.2.

Klimakrise und Artensterben - wie überwinden wir unsere Ohnmacht?

Dr. Gerhard Dieter Ruf

Knapp 30 Interessierte hatten sich eingefunden zum Vortrag im katholischen Gemeindesaal. Der Sprecher des NABU Markgröningen, Helmut Schäfer, machte in seiner Einleitung deutlich, dass auch auf unserer Gemarkung die beiden Phänomene Artensterben und Erderwärmung schon seit Jahren zu beobachten sind. Dazu führte der Referent, Dr. Gerhard Dieter Ruf, zu Beginn seines Vortrags zunächst ein paar alarmierende, wissenschaftlich bestätigte Fakten auf: Wenn wir die Politik und unseren Lebensstil in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht ganz drastisch umstellen, wird die Entwicklung von Erderwärmung und Artensterben zu existentiellen und katastrophalen Folgen für die ganze Menschheit führen. Das ist inzwischen hinlänglich bekannt, aber die gegenwärtigen und geplanten gegensteuernden Maßnahmen bleiben weit hinter dem Erforderlichen zurück.

 

Aus seiner Perspektive als Psychiater und Psychotherapeut zeigte Gerhard Dieter Ruf neben allen wirtschaftlichen und politischen Gründen auch psychologische Erklärungen auf für diese Lücke zwischen Wissen und Handeln. Gefühle von Angst und Wut infolge der Krisen wirken eher lähmend, wenn sie mit Ohnmachtsgefühlen verbunden sind und nicht mit der Erwartung einher gehen, selbst etwas ändern zu können. Ruf beschrieb auch verschiedene psychische Mechanismen, die uns vermeiden helfen, das Problem in seiner ganzen Bedrohlichkeit wahrzunehmen: Wir denken lieber an die Gegenwart als an die weiter entfernte Zukunft, wir verleugnen das Ausmaß der Krise und vermeiden die Konfrontation mit diesen Informationen, wir wollen nicht auf unseren Lebensstandard verzichten und halten gerne an unseren gewohnten Überzeugungen fest. Ganz wichtig sei, sich dieser Mechanismen bewusst zu werden und sich Erfahrungen von Selbstwirksamkeit zu schaffen.

 

In der anschließenden lebendigen Diskussion drehte sich viel um die Frage, was wir selbst hier vor Ort ändern können. Denn, so das Fazit von Helmut Schäfer, in unserem persönlichen Umfeld und in der Kommune können wir alle etwas verändern und Selbstwirksamkeit erleben. Dazu wurden einige konstruktive Vorschläge gemacht: den eigenen Balkon oder Garten so anlegen, dass sich Insekten und andere Tiere darin wohlfühlen, das in Markgröningen neu eröffnete Repair-Café nutzen, sich im Umweltschutz und in der Kommunalpolitik engagieren. Auch war man sich einig, dass Motivation zur Veränderung nicht durch Verbote und moralischen Zeigefinger zu erreichen sind, sondern durch positive Beispiele und Visionen.


Mikroplastik in der Natur

Abdeckplanen, Absperrbänder, Schnüre, Rankhilfen, Unkrautvlies-Planen: In der Land- und Forstwirtschaft, auf Streuobstwiesen,beim Weinanbau und auch in privaten Gärten werden viele Materialien aus Kunststoff verwendet – und dann vergessen. Mit der Zeit zersetzen sich diese Materialien durch UV-Strahlung, Temperaturschwankungen oder Reibung und werden früher oder später zu Mikroplastik. Die kleinen Partikel verbreiten sich schnell in der Natur, im Garten auf dem Feld. 

 

 

Dieser Müll "wächst" in Weinbergen.

 

 

Reste der Absperrbänder werden oft nicht mitgenommen.

 

Mikroplastik, entstanden aus den Unmengen an Plastikabfall weltweit (über 400 Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich produziert), ist längst in der Nahrungskette vieler Lebewesen angekommen und richtet großen Schaden an.

Deshalb sollten wir in unserem Umfeld achtsam sein bei der Verwendung von Kunststoffen. 

Vermeidung wäre natürlich die beste Prävention. Hier gibt es einige Alternativen: Platikschnüre und -rankhilfen lassen sich durch Naturmaterialien wie Naturgarn und Zweige ersetzen. Statt Unkrautvlies können wir natürliches Mulchmaterial verwenden wie Grasschnitt, Laub oder auch gröbere Materialien wie Holzhäcksel. Mulchen hat zudem den positiven Effekt, dass der Boden die Feuchtigkeit besser halten kann.

Wenn schon nicht auf Kunststoff verzichtet werden kann, z.B. bei Abdeckplanen, so können wir darauf achten, dass die Produkte langlebig sind, also reißfest und UV-beständig. 

 

Und schließlich, ganz besonders wichtig: Wir müssen den Plastikmüll rechtzeitig und fachgerecht, nämlich im Restmüll, entsorgen. 

 

Vielen Dank an Brigitte Walter für die eindrucksvollen Fotos!


Der Kiebitz ist der Vogel des Jahres 2024

Bedrohter Wiesenbrüter macht das Rennen

Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024. Der Überflieger ließ den Steinkauz, das Rebhuhn, die Rauchschwalbe und den Wespenbussard bei der Wahl hinter sich. Grund zur Freude hat der Wiesenbrüter aber nur bedingt: er ist stark gefährdet.

Die Zahlen sind dramatisch: Zwischen 1992 und 2016 sind die Kiebitzbestände in Deutschland um 88 Prozent zurückgegangen. Hauptgrund ist die hochintensive Landwirtschaft, die Feuchtwiesen trockenlegt und in Ackerland umwandelt oder die Bewirtschaftung nicht an die Bedürfnisse der Wiesenbrüter anpasst. Hinzu kommt neuerdings die Klimakrise: Die trockenen Phasen sorgen dafür, dass zusätzliche Flächen nicht mehr feucht gehalten werden können. 


Reparaturaktion 29.12.2023

Fit gemacht fürs neue Jahr

Es wurde gehämmert, gesägt, geschraubt, genagelt, und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

3 Nistkästen, 1 Futterhäuschen, 2 Schaufeln, 4 Holzrechen und 2 Steinkauzröhren - allesamt reparaturbedürftig - sind wieder einsatzfähig.  

Danke an die geschickten Handwerker!


Ein Dankeschön für zwei tolle Beiträge

Klaus  Rautenstrauch und Dieter  Raith, zwei Herren, die dem NABU Markgröningen wohl gesonnen sind, haben uns im Oktober dieses Jahres mit ihren Natur-Beobachtungen auf unserer Markung Markgröningen mit Wort und Bild sehr angenehm überrascht: Herr Rautenstrauch hat in den Jahren 2022 und 2023 bei seinen Wanderungen sage und schreibe 41 verschiedene „wilde Orchideenarten“ gefunden und diese protokolliert. Die Liste finden Sie hier.

Herr Raith hat in unserem NABU-Weinberg so viele Gottesanbeterinnen entdeckt wie nie zuvor (siehe Bilder).

Der NABU Markgröningen bedankt sich ganz herzlich bei beiden Herren für ihren Monitoring-Beitrag - ihre Mitarbeit bei der Kartierung seltener Arten. Dieses Ergebnis zeigt wieder einmal, dass unsere Natur in und um Markgröningen und Unterriexingen - verglichen mit anderen Regionen - noch einigermaßen intakt und deshalb weiterhin schützenswert ist.

Unsere örtliche NABU-Gruppe setzt sich das ganze Jahr über vor Ort dafür ein.

 

Nochmals vielen Dank an Herr Rautenstrauch und Herr Raith für ihre Unterstützung!

 



Hundehaare gefährden Jungvögel

Bereits im letzten Jahr hat eine Studie aus den Niederlanden erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Jungvögeln und Hundehaaren gibt. Bei der Untersuchung von toten Jungvögeln haben die Forscher in ihnen hohe Konzentrationen von Antiparasitika entdeckt. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die Hunde gegen Zecken und Flöhe schützen sollen (Fipronil bzw. Imidacloprid). Die Forscher gehen davon aus, dass die Elternvögel Haare von Hunden als Nistmaterial verwendet haben, die mit Antiparasitika behandelt wurden. Dies wurde durch Haarproben aus Vogelnestern bestätigt, die die gleichen Schadstoffe wie in toten Nestlingen aufwiesen. Daraus wurde geschlossen, dass Nestlinge diese Substanzen über die ungefiederte Haut aufnehmen.

Foto: Dr. Christina Jehle

Wie kann man die Jungvögel schützen? 

Wenn Hundehalter ihre Hunde mit Antiparasitika behandeln, sollten Sie deren ausgebürstete Haare nicht für Vögel zugänglich im Freien entsorgen, sondern im Hausmüll. Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass die belasteten Hundehaare als Nistmaterial verwendet und Jungvögel dadurch geschädigt werden.

 

Vielen Dank an unseren ortsansässigen Jäger, Manfred Decker, der uns auf diese Information aus der Jagdzeitschrift hingewiesen hat.