An Waldrändern, in Hecken und Gebüschen auf nährstoffreichen, sommerwarmen Böden finden wir im Dezember die korallenroten Beeren der Gewöhnlichen Berberitze (Berberis vulgäres), auch Sauerdorn genannt.
Die hellgelben Blüten erscheinen von April bis Juni. Sie riechen stark und eher unangenehm. Sie sind waagrecht bis schräg abwärts gerichtet und dadurch vor Regen geschützt. Den Nektar sammeln Fliegen, Hautflügler und Käfer. Die Staubblätter sind von den konkaven Kronblättern umhüllt. Saugt ein Insekt am Grunde der Blüte den Nektar auf, wird das Staubblatt gereizt und schlägt mit dem geöffneten Staubbeutel auf den Kopf des Tieres. Das treibt das Insekt in die Flucht und zur nächsten Blüte. Durch die Pollen, dies es dort hinterlässt, wird diese bestäubt.
Der Strauch ist leicht giftig, nur die reifen Beeren sind ungiftig. Sie reifen ab Herbst heran. Sie schmecken sehr sauer; deswegen werden Sie von den Vögeln erst gegen Ende des Winters gefressen. Diese scheiden die Samen später wieder aus und sorgen so für ihre Verbreitung. Die Beeren sind auch für uns Menschen u.a. durch ihren hohen Vitamin C Gehalt eine wertvolle Wildfrucht und können z.B. zu Marmelade verarbeitet werden.
An den Zweigen finden sich spitze Dornen, die die Pflanze vor Tierverbiss schützen. Das dichte, dornunbewehrte Gehölz bietet Vögeln und Kleintieren Schutz und Unterschlupf.
Bei uns finden wir den Strauch z.B. am Hang des Hammelrain im Leudelsbachtal.