Schmalblättriges Greiskraut

Entlang von Landstraßen, Autobahnen und Eisenbahnlinien finden wir auch im November noch großflächige Bestände an zitronengelben Blüten des Schmalblättrigen Greiskrautes.

 

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum Ihnen diese Pflanze nicht schon früher mal aufgefallen ist und sich gefreut über deren späte Blütenpracht. Aber leider ist sie eine invasive Art, die die Biodiversität bedroht und noch dazu giftig ist.

 


Das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) stammt ursprünglich aus Südafrika und wird deshalb auch Afrikanisches Greiskraut genannt. Es kam mit dem Wollhandel nach Europa und ist in Deutschland eines der sich am schnellsten ausbreitenden Neophyten. Grund dafür ist,  dass die Pflanze unempfindlich ist gegen Schädlinge, Krankheiten, Mahd und Herbizide und wegen des bitteren Geschmacks nicht von Wildtieren gefressen wird. Außerdem produziert sie reichlich flugfähige Samen, die an Verkehrswegen durch Fahrtwind und Autoreifen über weite Strecken verbreitet werden. Durch diese rasante Ausbreitung kann sie heimische Pflanzen verdrängen, so dass sie als gefährlich gilt für die Biodiversität.

 

Das Schmalblättrige Greiskraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Greiskräuter in der Familie der Korbblütler und enthält ähnlich wie das Jakobs-Greiskraut giftige Pyrrolizidin-Alkaloide. Alle Pflanzenteile sind für Menschen und Tiere giftig, auch für Bienen. Diese können giftige Pollen eintragen und das Volk zum Absterben bringen. Pyrrolizidin-Alkaloide finden sich dann auch im Honig und bedeuten somit für den Menschen ein gewisses gesundheitliches Risiko.

 

Also, sollten Sie die Pflanze in Ihrem Garten haben, möglichst vor der Blüte mit Wurzeln entfernen!